Psychotherapie
ist die Heilkunst, Krankheiten der Seele zu behandeln, bzw. sich zur Behandlung seelischer Mittel zu bedienen (psyche: altgr. "Hauch, Seele", therapeia: gr. "Behandlung").

Dabei kann es sich um psychische Erkrankungen handeln, wie Hemmungen, depressive Krisen oder Panikattacken, aber auch um körperliche Symptome mit seelischer Ursache, die sogenannten psychosomatischen Erkrankungen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Anwendungsgebiete, u.a. die Linderung psychischer Beschwerden im Zusammenhang mit einer schweren organischen oder einer psychotischen Erkrankung.
Von den Krankenkassen werden nur die sogenannten Richtlinien-Psychotherapieverfahren anerkannt, welche wissenschaftlich fundiert sind. Diese sind die psychoanalytische Psychotherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (abgekürzt TP) beruht auf den theoretischen Grundlagen der Psychoanalyse und ihren modernen Weiterentwicklungen. Das Wort „Tiefe" verweist sowohl auf die verborgene Tiefe des Unbewussten und seiner gleichzeitig starken Einflussnahme auf unser Erleben und Verhalten (unbewusste oder unverstandene Wünsche, Motive und Konflikte), als auch auf die „zeitliche Tiefe" der Verbindung zur Vergangenheit, also darauf wie Erfahrungen und Entwicklungen in Kindheit und Jugend heute noch den Menschen prägen und beeinflussen.
Die tiefenpsychologische Psychotherapie ermöglicht einen Prozess der vertieften Selbstreflexion und Selbsterkenntnis, so dass der Patient einen besseren Zugang zu sich findet, zu seinen Bedürfnissen und Gefühlen.

Der Fokus gegenüber einer psychoanalytischen Behandlung liegt eher im Hier und Jetzt, und nicht in der Aufarbeitung der Vergangenheit. Die Sitzungsfrequenz einer psychoanalytischen Behandlung liegt mit 2-3 Sitzungen pro Woche deutlich höher, was eine Intensivierung der Beziehung zum Analytiker bedeutet, und auch dem Erleben einer stärkeren emotionalen Bezogenheit. Die analytische Methode ist erforderlich bei längerbestehenden psychischen Störungen, die sich über die Lebensgeschichte hinweg wiederholungsartig entwickelten, und eine sehr tiefgehende Aufarbeitung benötigen.

Im Vergleich zu einer Verhaltenstherapie
liegt der Schwerpunkt weniger auf der unmittelbaren Beeinflussung des Verhaltens und von Verhaltensauslösern, sondern einer Klärung der innerpsychischen zugrunde liegenden Ursachen und dadurch der Verringerung der Beschwerden.

 

 

 

 

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